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SILBERTAL MARATHON VORALBERG

Nach den Corona Lockerungen packten vier Lauftreffler die Chance beim Schopf und starteten in Österreich beim Marathon von Silbertal/Vorarlberg bis nach St.Anton am Arlberg/Tirol! Bei der Abfahrt, am Donnerstag, regnete es in der Heimat in Strömen und dieser begleitete Karin, Reinhold, Christa und Berthold bis zu den Ferienwohnungen im Silbertal.

Da eine Freundin von Karin das Rennen absagen musste, animierten Christa und Berthold ihren Sohn Jochen zur Teilnahme.  Dieser fuhr am Freitag direkt von Mannheim bis ins Silbertal. Unter Einhaltung der Corona-bedingten drei G’s, geimpft, genesen oder getestet konnten die Startunterlagen am Freitag-Nachmittag abgeholt werden. Anschließend gings zur Nudel Party und dann ins Bett. Für manchen Läufer war es eine unruhige Nacht. Immerhin war es der erste richtige Lauf unter Wettkampf- bestimmungen 2021 und dann gleich Marathon!

Am Samstag-Morgen wurden die Läufer von den ersten Sonnenstrahlen begrüßt.

Bei der Kleiderabgabe am Transportfahrzeug strahlte sie immer mehr und es waren auch keine Wolken mehr zu sehen. Der erste Start, um 8 Uhr, war für die Trailstrecke, 33 km mit 1190 Höhenmeter und 233 Teilnehmer bestimmt. Hier starteten Karin und Jochen. Für beide gings direkt ins Silbertal und hinein in die Steigungen.

Karin ging als Nordic-Walkerin, strahlend und mit Handküssen für die Zuschauer ins Rennen. Die Höhenmeter und die Sonne brachten sie ganz schön ins Schwitzen und so dauerten die Trinkpausen, bis zur Oberen Freschalpe in 1890m Höhe, länger als gedacht. Runter nach St. Anton lief es besser und dann gings mit großen Schritten über die Ziellinie. Wieder strahlend und mit Handküssen für die Zuschauer. Mit einer Zeit von 6:16.08 h belegte sie den 8. Platz in der AK W55.  Jochen ging als Läufer ins Rennen. Nutzte die Verschnaufpausen in den

Steigungen, hoch zum Silbertaler Winterjöchle in 1950 m Höhe, zum Fotos machen. Auf der Hochebene und auf den flachen Abschnitten lief er flott.  In einer dreier Gruppe mit vollem Tempo gings dann Richtung Ziel. In einer Zeit von 3:18:14 h siegte er in der AK M40.                        Der zweite Start, um 8:30 Uhr, war für den Marathon, 42,195 km mit 1500 Höhenmeter und 197 Teilnehmer bestimmt. Hier starteten Reinhold und Berthold. Für beide gings zuerst 2 km rechts am Litz entlang, zum Silbertal hinab und nach der Überquerung des Baches links wieder hinauf. Am Start vorbei und dann hinein ins Silbertal mit seinen Steigungen. Bis km Zehn liefen sie fast im Gleichschritt bevor Berthold sich langsam löste.

Für Reinhold, im Vorfeld beim Training von einem Hund in den Oberschenkel gebissen, war bei seiner 18ten Teilnahme nur die Zielankunft wichtig. Er wollte einfach seine Serie nicht abreißen lassen. Rannte gleichmäßig, ob Steigung oder Gefälle, um den Oberschenkel nicht zu überlasten. Mit einer Zeit von 5:45.45 h lief er im Ziel ein und wurde für die Strapazen mit dem 3. Platz in der AK M65 belohnt. Nachdem Berthold sich von Reinhold gelöst hatte, testete er seine Form beim Bergauf und Bergablauf. Fühlte sich gut und startete dann den Angriff auf die 5h Grenze. War bei seinen Hochrechnungen sogar schon darunter, aber auf den letzten km ging ihm doch noch die Puste aus und so verfehlte er das angestrebte Ziel. Wurde dann aber überraschend mit seiner Zeit von 5:05:06 h Sieger in der AK M65.

Leider verpasste das Team die offizielle Siegerehrung und konnten nur nachträglich ihre Preise in Empfang nehmen. Berthold und Jochen, als Altersklassensieger, bekamen die großen Montafon Kuhglocken. Reinhold als dritter die kleinere.  Nach dem ersten Geläute war die Stimmung natürlich gut. Christa als Fotografin und Begleitperson hatte alle Hände voll zu tun.

Auch ein Stau, bei der Rückfahrt ins Silbertal, auf dem Arlbergpass war kein Stimmungsdämpfer. Im Hotel Hirschen, bei feinem Essen und Trinken, wurde das Marathon Abenteuer von Silbertal/Vorarlberg bis nach St. Anton am Arlberg/Tirol beendet!

Am Sonntag nach dem Ausschlafen, fuhr Jochen direkt nach Hause. Karin und Reinhold, sowie Christa mit Berthold gönnten sich noch einige Tage Urlaub in und um das Silbertal. Da Reinhold die neunzehnte Teilnahme schon fest eingeplant hat ist es gut möglich dass alle Teilnehmer sich 2022 am Start wieder treffen. bs

Ergebnisse

 


24h DM 2021 BAD BLUMAU/AT

Im österreichischen Bad Blumau fand am 3. Juli 2021 die diesjährige Deutsche Meisterschaft im 24h Lauf statt. Diese Deutsche Meisterschaft wurde wieder unter der Regie der Deutschen Ultramarathon Vereinigung durchgeführt, da der Deutsche Leichtathletikverband sämtliche Senioren-Meisterschaften unter seiner Regie im Zeitraum Januar bis einschließlich August 2021 wegen Corona abgesagt hatte. Gleichzeitig fanden die Österreichischen und Steierischen 24h Meisterschaften statt, was interessante Vergleiche ermöglichte.

Seit fast 2 Jahren habe ich Motivationsprobleme im Training und Tempoläufe finden so gut wie gar nicht statt. Die allermeisten Trainingsläufe waren langsamer als mein normales Marathon Trainingstempo.

Am 6. Mai kam dann die Info, dass am 3. Juli 2021 die 24h Meisterschaften stattfinden sollen. Eigentlich eine verrückte Idee für mich an so einer Meisterschaft teilnehmen zu wollen. Auf der anderen Seite war wieder Motivation vorhanden und so begann ich die folgenden 8 Wochen in 1179 Trainingskilometern die Langsamkeit des Laufens in der Hitzephase Mai bis Juni (viele Einheiten bei 26 – 35 Grad ohne Schatten) zu erlernen. Das war gar nicht so einfach.

Die Stimmung am 1181m langen Rundkurs war super (durch die Betreuer und Staffelläufer) und die Organisation einfach nur Top. Trotz der ständigen Motivation war die Strecke mit den Höhenmeter, staubigen Schotterwegen, der gebogenen Holzbrücke und den drei rechtwinkligen Rechts-„Kurven“ nicht einfach zu laufen und das Wetter war auf den ersten 10 Stunden brutal warm und sonnig.

Meine persönlichen Ziele waren da schon nach 8 Stunden (von der Sonne durchgebraten und dehydriert) Makulatur.

Bei einer Meisterschaft geht es aber in erster Linie nicht um persönliche Ziele, sondern darum, unter gleichen Bedingungen für alle, die Meister zu küren. Es galt also das Ziel anzupassen und durchzukommen!

Wie die Ergebnistabelle zeigt, ist mir das gut gelungen. Mit Weltjahresbestleistung in der M65 (irgendwie nett, wird aber wohl nicht lange Bestand haben) kam es zu den folgenden Platzierungen:

-   1. M65 der Deutschen Männer und damit Deutscher Meister mit 178,26 Km

- 15. Gesamtplatz über alle Männer

-   8. Gesamtplatz über alle Deutschen Männer

-   1. in der M60–M69 aller Männer

Nach ein paar Stunden hatte ich mal die Schuhe gewechselt, kam aber mit dem Kinvara auf dem Schotterbereich nicht klar und musste daher wieder auf den Nike Fly 3 zurück. Auch sonst gab es viele neue Erfahrungen. Nach 12 Stunden ging die Verdauung auf Sparflamme, so daß nicht mehr die benötigte Menge an Flüssigkeit und Nahrung aufgenommen werden konnte, was sich in einer reduzierten Performance bemerkbar machte. Falls ich wieder mal auf so eine verrückte Idee kommen sollte werden mir die gemachten Erfahrungen sicherlich helfen besser durchzukommen.

Den Ort Bad Blumau mit seinen rund 1300 Einwohnern würde vermutlich kaum einer kennen, hätte der Bauunternehmer Robert Rogner nicht die Idee gehabt, eine riesige, von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Anlage, rund um die Thermalquellen zu bauen.

In jeder Runde begegneten wir auf dem „Platz der Visionäre“ mitten im Ort der Farbenpracht Hundertwassers.

Eigentlich wollten wir nach dem Lauf in die Therme gehen, um die Beine zu entspannen. Leider bin ich im Hotel noch während der Massage eingeschlafen und erst Stunden später wieder aufgewacht.

Vielen herzlichen Dank an Elfriede, ohne deren Unterstützung ich das nicht geschafft hätte!

aev

Ergebnisse